Upper Buan Uncle Joel in Bagundu

Messaga-Ekol News: Kamerun, Dezember 2017

Obwohl das letzte Jahr in Kamerun leider für viele Leute (speziell für die Kinder) ein verlorenes Jahr war, haben wir uns von den politischen Problemen nicht entmutigen lassen und waren für unsere 24 Kinder in Bagundu da. Die Kosten für das Schulgeld sind wegen geschlossenen Schulen ausgefallen und somit war es uns möglich, die Kosten für Essen, Löhne, Kleider, Schuhe, Medizin zu übernehmen.

 

Es ist für uns aber wichtig, dass die Kinder die Schule besuchen können und wir sie auch weiterhin unterstützen können. Wir hoffen, dass die Schule im Januar wieder öffnet und auch in Bagundu wieder der normale Alltag einkehrt. Für uns bedeutet das, dass wir für das nächste Jahr die folgenden Ausgaben haben werden und wir froh wären, wenn wir nicht alles aus unserer eigenen Taschen bezahlen müssen, denn leider sind auch wir nicht auf Rosen gebettet und mit dem Schulgeld für unsere drei Töchter (aufgenommene Kinder) unser Budget bereits sehr stark belasten.

 

Das Budget für das Jahr 2018 sieht für unser kleines Projekt wie folgt aus: 

Auslagen für 24 Kindern (7 Halbweisen, 1 von einem invaliden Vater, 1 von einer alleinstehenden Mutter und die restlichen aus zerrüttenden Familien) für ein Jahr.

Schulgeld CFA 200'000 EUR 300
Essen CFA 260'000 EUR 400
Löhne (3 Personen)  CFA 540'000 EUR 830
Kleider, Schuhe usw. CFA 130'000 EUR 200
Unvorhergesehenes CFA 70'000   EUR 100
Total Auslagen für ein Jahr  CFA 1'130’000 EUR 1’600

Mit einer Patenschaft von Euro 70.00/pro Jahr können Sie einem Kind in einem abgelegenen Dorf in Kamerun den Schulbesuch ermöglichen und seinen Lebensunterhalt finanzieren.

 Erfreulicherweise hat uns bereits jemand das Schulgeld für das Jahr 2018 bezahlt und ebenfalls haben wir tolle Sportbekleidung erhalten. Für jede weitere Unterstützung sind wir sehr dankbar.

 Spenderkonto:  CH 06 8130 7000 0031 5868 3 Tech Share Arbon, Raiffeisenbank Region Arbon, Vermerk Bagundu.

 Herzliche Grüsse aus Kamerun

Joel und Mafisa

 

 

Messaga-Ekol News: Arbon, 5. September 2017

Liebe Gönner von Messaga-Ekol

Zurück aus der Schweiz richteten wir uns mit unseren drei Teenager Girls in Bafut, nahe Bamenda ein, wo alle drei begannen in die erste Sekundarschule zu gehen. Mein einziger und letzter messaga-ekol Einsatz fand im November 2016 statt. Mit uns dabei waren Albert und Desmond aus Bafut, welche in den Monaten Juni bis Oktober 2016 die bestellte Bambusdecke für die Krankenstation in Assaka herstelllten. Ja, diese 5 x 6 m grosse Decke ist jetzt wie ein Punkt auf dem i. Die Station ist seit Oktober 2016 von drei Männern geführt, worunter Roland, der Sohn meiner Frau Mafisa. Damit haben wir unseren dortigen Einsatz beendet. Wieder in Bagundu war es unsere Aufgabe, was mit unserem Gehöft gehen soll. Kaum gedacht und unverhofft befanden wir uns in ein Projekt verwickelt. Judith, meine frühere Köchin besuchend, sah ich dort um die zwanzig Kinder zwischen drei und etwa sieben Jahren herumtollen. Dies seien Waisenkinder sowie Kinder von getrennten Paaren aus ihrem Bekanntenkreis. Alle bei ihr wohnend. Eine Idee blühte auf, für diese und andere Kinder wie auch für unser Gehöft. Warum nicht das Gehöft für Kinder zur Verfügung stellen und nach Möglichkeiten sei es finanziell und oder mit Lebensmitteln, Kleidern etc. zu unterstützen? Unter dem Namen UGPER BUAN UNCLE JOEL, was soviel heisst wie das Gehöft von Onkel Joel für Kinder wurde das neue Projekt gestartet.

Seit dann ist Judith und Gelma - sie die Frau des Mannes, welcher zum Gehöft schaut - je zwei Tage in der Woche mit den Kindern dort, wo sie sich nach Möglichkeit einsetzen, die direkte Umgebung der Häuser frei von Unkraut zu halten und wo sie dann kochen und essen. Wir unterstützen die Frauen zurzeit mit einem kleinen finanziellen Entgelt nicht aber mit einem fixen Lohn. Wir sandten Säcke mit Reis sowie Trockenfisch und Maggiwürfel. Auch konnten wir Schuhe und T-Shirts senden. Durch Mr. Adawa, mit welchem wir ja durch das Wasserprojekt schon jahrelang zusammen arbeiteten, konnten wir eine uns geeignete Person für die Koordination finden. Meine Frau Mafisa war dieses Jahr noch zweimal in der Messaga. Wir sahen dabei, dass es echt nicht einfach ist, ein Projekt durchzuziehen, wenn man selbst nicht vor Ort ist.

Hinzu kommt die politische Situation des englischsprachigen Kameruns, wo es seit dem 20. November 2016 keine funktionierenden Schulen gibt. Und in Städten wie Bamenda herrscht wöchentlich am Montag „gost town“, also Geisterstadt, wo kein Markt stattfindet, keine Läden offen sind, keine Taxis herumfahren. Wir können nur versuchen, selbst, und mit euerer Hilfe das bestmögliche zu erreichen.

Herzliche Grüsse 

Joel Calonder

Projektverantwortlicher Messaga Ekol